Archive for the 'Community Management' Category

Weak Ties und Coworking

Montag, Dezember 17th, 2007

Im Anschluss an die Überlegungen zu Agenturen wollte ich kurz eine Überlegung zum recht populären Thema “Weak Ties” (hier die Ursprünge aus den 80ern) und Coworking loswerden.

Bei Überlegungen zur Ausgestaltung des betahauses stellt sich immer wieder die Frage, wie eng die sozialen Verpflechtungen innerhalb eines Coworking Spaces sein sollen/müssen, damit der tipping Point erreicht wird.

Es sind nämlich nicht unbedingt die besten Freunde, die ich beim Arbeiten gerne um mich haben möchte, wenn ich mit meinem Laptop ins Café gehe. Es wäre auch ziemlich langweilig, wenn immer die selben Menschen um mich rum sitzen. Gleichzeitig ist es allerdings schon recht wichtig, dass ich mich in einem gesetteten sozialen Rahmen befinde, den ich abschätzen kann und der verlässlich verfügbar ist und irgendwie meinem eigenen Rahmen ähnlich.

Das bedeutet also, ich möchte Leute, die irgendwie aus der Referenzgruppe kommen, aber nicht zu dicht an mir dran sind. (das womöglich aus verschiedenen Gründen, nicht zu letzt weil sie einfach stören durch Gespräche). Hier gibt es mit dem Modell der “weak ties” (schon wieder von Andrew McAfee sehr gut für Enterprise 2.0 erklärt) einen Erklärungsansatz, der sich hauptsächlich auf den Wert dieser weak ties für das Erlangen von Informationen bezieht, über die ich nicht selbst verfüge, ergibt. Hier eine Illustration:

Bild 163.jpg
Das Café Szenario legt jetzt nahe, das der otto-normal-coworker wohl viel lieber von einer menge weak- oder potential-tied Menschen umgeben ist, als von zu vielen Leuten mit “strong ties”. Womöglich aus den verschiedensten Gründen. Einer davon ist sicher, Ruhe zu haben, ein anderer ist vielleicht auch Interesse an Unbekannten mit gleichem sozialem und kulturellem Frame. Das passt ganz gut zu Namen und Idee von Lloyd Davis und dem Social Media Cafe. Lloyd argumentiert “Social Media Needs a place” ganz nach dem Motto place Matter. Die Verbindungen in Blogs und Social Networks wiederum repräsentieren gerade weak ties nach Mark Granovetter .

Ist also klar, wer an solchen Orten rumhängen soll: Alle meine weak ties und potential ties.
Was sagt uns das für die Konstitution von Coworking Spaces?
Cliquenbildung vermeiden und None-Ties draußen behalten.
c

Agenturen 2.0

Montag, Dezember 17th, 2007

In Hinblick auf die Gründung eines coworking spaces in Berlin habe ich mir in den letzten Monaten auch viele Gedanken gemacht über die Frage, wie die Agenturen der nächsten Generation funktionieren. Zusammengenommen lässt sich das Thema von vielen Seiten aufrollen. Ich möchte einmal kurz die verschiedenen Fachbereiche aufzählen und kurz anreißen, in denen man Hinweise finden kann, dass es in der Zukunft massive Änderungen auf Arbeitsweise und Form von klassischen Kommunikationsagenturen geben wird.

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Kazoooong! Heute hat’s mich wieder in meinen Blog getrieben.

Samstag, Mai 12th, 2007

Ein halbes Jahr war ich jetzt ohne Blogeintrag. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Genau so geht’s eben. Euphorie, übertriebener Nutzen und dann langsam Einpendeln auf ein normales Level. Meine Ausschläge sind schon extrem, und mal sehen wie das hier im Blog weitergeht. Aber irgendwie muss man sich der Welt ja mitteilen. ;)
Ich hatte natürlich auch viel zu tun. Mittlerweile sitze ich in Brüssel am Küchentisch meiner neuen Wohnung. Read the rest of this entry »

Guest Lecture UvA in Amsterdam

Freitag, Oktober 27th, 2006

Ich freu mich. Ich hatte mich immer gefragt, wie man das macht, dass man eingeladen wird zu Gastvorträgen, etc. Und auch wenn es im kleinen Rahmen ist, so bin ich doch Stolz darauf, das Christian Baden von der Ascor (The Amsterdam School of Communication Research) uns eingeladen hatte, um in seinem Kurs (Youth, Politics and new Media) einen Vortrag zu halten über unsere Jungwähler Kampagnen 1 2 der letzen Wahlen. Das hat ne Menge Spaß gemacht und ich hoffe ich habe eine bessere Figur abgegeben als das was ich als Student so gesehen habe. Read the rest of this entry »

Die Zukunft der Parteienkommunikation mit der Basis

Montag, Oktober 2nd, 2006

Beim Lernen für meine Abschlussklausur morgen früh bin ich mal wieder komplett von der Fahrbahn abgekommen. Zu meinem außerordentlichen Erstaunen habe ich entdeckt, dass die FDP sich eine Social Networking Portal gebaut hat - und das schon im Sommer 2005 - das ich so toll finde, dass ich mich fast über meine politische Gesinnung ärgere, die mir verbietet mich da aktiv zu beteiligen. Read the rest of this entry »

Die freiskalierbare repräsentative Demokratie

Dienstag, September 5th, 2006

Beim Abschlussessen des Jugend Medien Workshop der M100 Medientage habe ich eine interessante Idee kennen gelernt, die mich auch noch zwei Tage später extrem beschäftigt. Ich war dort zusammen mit Jens Todt von Spiegel Online und Rudolf Porsch von der Springer Journalistenschule eingeladen, um mit den Workshopteilnehmern bei einem Abendessen ein wenig über Web 2.0 und Bürgerjournalismus zu diskutieren. Hier ein Artikel aus dem Lokalblättchen, der Märkischen Allgemeinen. (kleine Anmerkung: die Politikfabrik ist keine Online-Plattform, sonder eine studentische Agentur für Kommunikation. Da hat die Redakteurin was falsch verstanden, oder ich hab es falsch erklärt).
Einer der Workshopteilnehmer, dessen Namen ich leider vergessen habe (zum Glück hab ich noch seine ICQ Nummer) arbeitet in Schweden als Dozent an der Universität und gibt Seminare über die kulturellen Auswirkungen des Internet. Witzigerweise hat er selbst nie studiert, programmiert aber, seit er 8 ist und betreibt neben bei eine Art MySpace-Musiklabel und berät Organisationen bezüglich Community Management und dem Einsatz von Social Software.
Wir haben eine Menge über Social Software diskutiert, gebrainstormed und Demokratiemodelle diskutiert. Doch eins seiner Modelle hat mich besonders fasziniert: Eigentlich begonnen als eine Studie, die die Entwicklung anstrebt, welche Blockademacht der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat mindert, hatte er eine Art Modell der skalierbaren repräsentativen Demokratie entwickelt. Read the rest of this entry »

Interessengruppen und Social Software

Dienstag, August 8th, 2006

Nachdem ich gestern Nachmittag irgendwo einen Artikel gelesen habe über den Benefit, den der Einsatz von Social Software für Unternehmen haben kann, habe ich angefangen mir ein Paar gedanken bezüglich Umsetzbarkeit in weit demokratischer angelegten Organisationsformen zu machen. Als erstes, vielleicht bedingt durch meinen Arbeit in der Politikfabrik sind mir die politischen Interessengruppen eingefallen. Read the rest of this entry »