Archive for the 'Politik' Category

Der Tod der Wissensarbeiter

Montag, Februar 4th, 2008

Martin Koser posted immer ganz interessante Links auf seinem Blog. Regelmäßig und nicht störend im RSS Feed. Grad letztens eine kleine Threadzusammenfassung über den Begriff “Knowledge Worker” und seine relative Inhaltslosigkeit:

The term ‘knowledge worker’ is now a meaningless concept in developed countries because the shift Drucker started to notice in the ’50s from jobs requiring manual work to jobs requiring knowledge work is now complete. Today all work is knowledge work because even the most manual of activities such as farmer digging post holes for a fence requires pre-planning using their spatial information system, the use of GPS to position the hole and entry of data when it’s done.

Trifft in Präzision und Problembetrachtung so ziemlich die Wahrnehmung, die ich vom Begriff “Wissensarbeitern” habe. Besonders die Problematik, die entsteht, bei der Frage: “Was machst du eigentlich beruflich?”. Der Begriff “digitale boheme” hilft da auch nur so viel weiter, wie die Bezeichnung “Hippie” in den 70er. Das Erzeugt eventuell ein wohliges Zugehörigkeitsgefühl. In dem Zusammenhang sind viele von uns wohl eher “Digital Coaches” privat oder professionell. Wer will das schon entscheiden, wo es sich doch eh alles verschwimmt wie in einem Goldfischteich.

Geht man diesen Pfad weiter, kann man, wenn man will ankommen bei Technokratie als Herrschaftsform. Sozusagen “Vorsprung durch Technik”. Man muss aber keinen Audi fahren auch wenn Gerhard Schröder daran gefallen fand.

Machen wir den Rundumschlag komplett und nehmen uns noch Code 2.0 zur Hilfe, räumen Programmiercode den Status von Gesetzestext ein und die künftige Klasse der Herrschenden sind die Coder und alle die, die Wissen wo der technische (Duracel-) Hase läuft.Was haben Sergej Brin und Larry Page noch mal studiert?

Wer besitzt die mächtigste Informationssuchmaschine der Welt? Womit beherrscht man den Planeten im 21., 22., 23. Jahrhundert?

Montagsmorgensverwirrung

Over and Out c

Guest Lecture UvA in Amsterdam

Freitag, Oktober 27th, 2006

Ich freu mich. Ich hatte mich immer gefragt, wie man das macht, dass man eingeladen wird zu Gastvorträgen, etc. Und auch wenn es im kleinen Rahmen ist, so bin ich doch Stolz darauf, das Christian Baden von der Ascor (The Amsterdam School of Communication Research) uns eingeladen hatte, um in seinem Kurs (Youth, Politics and new Media) einen Vortrag zu halten über unsere Jungwähler Kampagnen 1 2 der letzen Wahlen. Das hat ne Menge Spaß gemacht und ich hoffe ich habe eine bessere Figur abgegeben als das was ich als Student so gesehen habe. Read the rest of this entry »

Die Zukunft der Parteienkommunikation mit der Basis

Montag, Oktober 2nd, 2006

Beim Lernen für meine Abschlussklausur morgen früh bin ich mal wieder komplett von der Fahrbahn abgekommen. Zu meinem außerordentlichen Erstaunen habe ich entdeckt, dass die FDP sich eine Social Networking Portal gebaut hat - und das schon im Sommer 2005 - das ich so toll finde, dass ich mich fast über meine politische Gesinnung ärgere, die mir verbietet mich da aktiv zu beteiligen. Read the rest of this entry »

idemokratie, politik-digital, netzpolitik, netzzeitung, hauptstadtblog, Politikfabrik, und viele mehr… Warum gibt’s uns?

Montag, Oktober 2nd, 2006

Es ist schwierig die oben genannten Organisationen im politischen Raster zu verorten, finde ich. Bei Manchen mehr, bei Manchen weniger. Es stellt sich einfach grundsätzlich die Frage, was für Beweggründe hinter den Aktivitäten stecken. Was die Macher in diesem Sinne erreichen wollen mit ihrer Arbeit, ihrem Engagement, ihren Ideen.
Diese Frage “Was machen wir hier eigentlich genau?” ergibt sich immer mal wieder, wenn bunt zusammen gemischte Internetaktivisten sich treffen und diskutieren. Ich finde es ist schwer zu greifen. Vielleicht bin ich auch noch nicht lange genug dabei, um es komplett zu verstehen. Ich bin jedenfalls auf der Suche nach der allgemeinen Marschrichtung. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Read the rest of this entry »

Die freiskalierbare repräsentative Demokratie

Dienstag, September 5th, 2006

Beim Abschlussessen des Jugend Medien Workshop der M100 Medientage habe ich eine interessante Idee kennen gelernt, die mich auch noch zwei Tage später extrem beschäftigt. Ich war dort zusammen mit Jens Todt von Spiegel Online und Rudolf Porsch von der Springer Journalistenschule eingeladen, um mit den Workshopteilnehmern bei einem Abendessen ein wenig über Web 2.0 und Bürgerjournalismus zu diskutieren. Hier ein Artikel aus dem Lokalblättchen, der Märkischen Allgemeinen. (kleine Anmerkung: die Politikfabrik ist keine Online-Plattform, sonder eine studentische Agentur für Kommunikation. Da hat die Redakteurin was falsch verstanden, oder ich hab es falsch erklärt).
Einer der Workshopteilnehmer, dessen Namen ich leider vergessen habe (zum Glück hab ich noch seine ICQ Nummer) arbeitet in Schweden als Dozent an der Universität und gibt Seminare über die kulturellen Auswirkungen des Internet. Witzigerweise hat er selbst nie studiert, programmiert aber, seit er 8 ist und betreibt neben bei eine Art MySpace-Musiklabel und berät Organisationen bezüglich Community Management und dem Einsatz von Social Software.
Wir haben eine Menge über Social Software diskutiert, gebrainstormed und Demokratiemodelle diskutiert. Doch eins seiner Modelle hat mich besonders fasziniert: Eigentlich begonnen als eine Studie, die die Entwicklung anstrebt, welche Blockademacht der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat mindert, hatte er eine Art Modell der skalierbaren repräsentativen Demokratie entwickelt. Read the rest of this entry »

Politischer Nutzen von Blogs in der Berliner Zeitung

Dienstag, August 8th, 2006

Ich habe das Gefühl, genauso wie Dion Hinchcliffe beschreibt, das das Web 2.0 “is starting to bubble up to the very top of the traffic charts” verhält es sich auch mit der Thematisierung in den Medien. Seit einigen Monaten häufen sich die Artikel und Berichte zum Thema Web 2.0. Sei es im Spiegel oder in der Süddeutschen, die Frequenz erhöht sich zusehens. Jetzt hat Greta Taubert das Thema “Blogs und Politik” in der Berliner Zeitung aufgegriffen. In ihrem Artikel auf Seite 7 der Printausgabe, der auch online verfügbar ist schreibt Greta Tauber über die Blogoshpäre als politischen Ort und vergleicht die Situation in Deutschland mit amerikanischen Verhältnissen. Wobei sie zu dem Schluss kommt, das “in Deutschland die so genannte Blogosphäre im eigenen Sumpf vor sich hindümpelt.” Read the rest of this entry »